Mit dem Herbst neigt sich für viele das Gartenjahr dem Ende zu. Ein großer Teil der Arbeiten beschränkt sich auf "aufräumen" und "winterfest machen". So manches Tier ist aber gerade jetzt erst so richtig aktiv, zum Beispiel die Regenwürmer, die uns quasi kostenlos bei der Bodenverbesserung unterstützen.
Mitarbeiter des Monats im Oktober: Die Kompostwürmer (Eisenia sp.)
Der Regenwurm ist ein Klassiker unter den Gartenhelfern. Aber wusstet ihr, dass es nicht nur "den einen" Regenwurm gibt? Weltweit gibt es etwa 670 Arten, in Deutschland und der Schweiz immerhin 46. Um die Vielfalt der Würmer ein wenig zu würdigen, widmen wir uns diesen Monat einer speziellen Untergruppe: Den Kompostwürmern (Gattung Eisenia).
Wie der Name schon sagt, findet man diese Würmer vor allem in Komposthaufen, aber auch in Misthaufen ("Mistwürmer") und der Bodenstreu. Dort helfen sie mit, dass totes Pflanzenmaterial nach und nach zu wertvollem Humus wird. Weil sie vergleichsweise nah an der Oberfläche leben, sind Kompostwürmer dunkler und rötlicher als ihre tiefer lebenden Verwandten. Dadurch fallen sie in herbstlicher Laubstreu weniger auf. Zudem sind sie tendenziell kleiner und schmaler und sehr lebhaft, um Fressfeinden wie z.B. Vögeln schneller entkommen zu können.
Den Helfern helfen
Wer im Sommer dem Bodenmyzel geholfen hat, hat auch schon etwas für seine Regenwürmer getan. Eine Mulchschicht aus (frischem) Pflanzenmaterial gibt den Würmern etwas zu futtern. In feuchtem Boden fühlen sie sich zudem wohler, in trockener Erde findet man keine Regenwürmer.
Weil sie Kühle und Feuchte lieben, sind Regenwürmer im Frühjahr und Herbst besonders aktiv. Daher können wir ihnen jetzt gut helfen: Wir legen einen Komposthaufen an und mulchen die Beete z.B. mit dem Herbstlaub oder Grasschnitt. Aber Achtung: Eichen- und Walnussblätter werden nur langsam zersetzt, das Laub anderer Bäume eignet sich besser. Die Würmchen belohnen uns im Frühjahr mit humusreichem, krümeligem Gartenboden.