Die Blaumeise (Cyanistes caeruleus)

Mitarbeiterin des Monats Februar

Die Blaumeise

Die Blaumeise gehört wohl zu den bekanntesten Singvögeln unserer Gärten. Mit ihrem blauen und gelben Gefieder ist sie leicht zu erkennen und lässt sich gerne an Futterstellen locken, wo sie durch ihr aufgewecktes und zuweilen freches Verhalten auffällt. Bei der diesjährigen "Stunde der Wintervögel" war sie der am zweithäufigsten gesichtete Vogel in Schleswig-Holstein, insgesamt nimmt die Art zu. Doch auch wenn es ihr noch vergleichsweise gut geht, ist ihr Überleben bei fortlaufendem Insektensterben und dem Verlust von Höhlenbäumen gefährdet.

Blaumeisen nützen uns im Garten, indem sie helfen, unliebsame Insekten in Schach zu halten. Zu ihrer Lieblingsnahrung gehören Schmetterlingsraupen, Blattwespenlarven und Blattläuse. Besonders während der Jungenaufzucht im Frühjahr ist die proteinreiche Nahrung von großer Bedeutung.

Den Helfern helfen

Damit sich Blaumeisen in unseren Gärten wohl fühlen, sollten letztere möglichst strukturreich sein. Die Kronen älterer Bäume sowie heimische Sträucher bieten ihnen Deckung. Als Ersatz für natürliche Höhlen kann man Nistkästen aufhängen, die von den Vögeln gerne angenommen werden. Jetzt im Februar ist die Zeit günstig. Wer schon Nistkästen im Garten hat, sollte sie nun reinigen, um den Parasitendruck gering zu halten.
 
Im Frühjahr 2020 hatten Blaumeisen mit einer sehr infektiösen Lungenerkrankung zu kämpfen, viele starben (das mag uns vielleicht bekannt vorkommen?). Regelmäßiges Säubern der Futter- und Wasserstellen verringern die Infektionsgefahr für die Tiere, ebenso das Anbringen vieler verschiedener statt einer zentralen Fütterung.