Im August stehen unsere Gärten in voller Pracht - das Gemüse reift, die Blumenbeete leuchten in üppigen Farben und verströmen ihre spätsommerlichen Düfte. Manches haben wir vielleicht schon ernten können, frühe Kulturen machen Platz für die Jungpflanzen der späteren. Die Zeiten sind üppig - dennoch ist es wichtig, Ernte und Jungpflanzen vor solchen Insekten und Schnecken zu schützen, die ihnen an den Kragen wollen.
Mitarbeiter des Monats im August: Die Spitzmaus
Deswegen küren wir die Spitzmaus zum Mitarbeiter des Monats. Die kleinen Säugetiere mit der langen Schnauze und den kleinen Ohren, die z.T. kaum aus dem Fell herausragen, gehören gar nicht zu den Nagetieren, sondern zu den Insektenfressern. Mit ihren spitzen Zähnen machen sie sich über verschiedene Wirbellose her. Wegen ihrer hohen Stoffwechselrate müssen sie regelmäßig Nahrung zu sich nehmen, was unseren Kulturpflanzen nur zugute kommt. Eine Besonderheit ist, dass Spitzmäuse sich wie Fledermäuse (ebenfalls keine echten "Mäuse") mit Echoortung orientieren können. Sehen können sie hingegen eher schlecht.
DEN HELFERN HELFEN
Spitzmäuse führen eine recht versteckte Lebensweise. Wer die kleinen Nützlinge bei sich beobachtet, darf sich also recht glücklich schätzen. Als Bodenbewohner profitieren sie von störungsfreien Stellen, in denen sie ihre Nester anlegen können. Das kann eine Ecke beim Komposthaufen sein, die in Ruhe gelassen wird, oder eine (auch bei anderen Tieren sehr beliebte) Totholzhecke. Wer Lebendfallen gegen (Wühl-)Mäuse einsetzt, sollte mehrmals täglich auf Spitzmäuse kontrollieren, da jene sonst binnen Stunden verhungern.