Die Erdkröte (Bufo bufo)

Mitarbeiterin des Monats April

Die Erdkröte

Die Erdkröte (Bufo bufo) ist eine unserer häufigsten Amphibien. Weil sie im erwachsenen Stadium keinen Schwanz hat, gehört sie zu den "Froschlurchen" - im Gegensatz zu Molchen und Salamandern, die zu den "Schwanzlurchen" zählen. Ihre Hautfarbe variiert von Grünbraun über Grautöne bis zuweilen auch Backsteinrot und weist ein individuelles Farbmuster auf. Sie ist dadurch so gut getarnt, dass sie zwischen Laubblättern versteckt oder in der Erde eingebuddelt kaum erkannt wird. Und so stellt sich beim Jäten ein mürrsich dreinblickender Erdklumpen plötzlich als kleine Kröte heraus, die man beim Nickerchen gestört hat. Freuen wir uns über sie, denn nachts macht sie sich unter anderem über die Nacktschnecken her! 

Erdkröten haben es in unserer modernen Landschaft sehr schwer. Es gibt immer weniger Kleingewässer, in denen sie ihren Laich ablegen und die schwarzen Kaulquappen sich entwickeln können. Die wenigen vorhandenen Gewässer leiden unter zu hohen Stickstoffgehalten und ausgewaschenen Pestiziden. Letztere belasten die Kröten auch direkt, wenn sie sich auf unseren Äckern aufhalten. Und nicht zuletzt fordert der Straßenverkehr während der Amphibienwanderung im Frühjahr zahllose Opfer.

Den Helfern helfen 

Wenn Sie einen Teich anlegen, verzichten Sie auf Fische, denn diese fressen den Laich und die Quappen. Lassen Sie Herbstlaub unter Sträuchern liegen und errichten Sie Winterverstecke in Form von Stein- oder Zweighaufen. Mähen Sie von Hand und nur tagsüber; wenn Sie unbedingt einen Mähroboter benutzen wollen, lassen Sie ihn nicht nachts oder in der Dämmerung laufen, da er die Tiere verletzt. Fahren Sie an Wanderkorridoren mit dem Auto maximal 30km/h. Die kleinen Lurche werden es Ihnen danken.