Ein gesunder, humoser Gartenboden enthält eine Vielzahl an Tieren, Bakterien. Protozoen - und Pilze.

Mitarbeiter des Monats im Juli: Das Bodenmyzel

Der Boden bildet die Wachstumsgrundlage für alle Pflanzen unserer Gärten. Entscheidend ist dabei nicht bloß, ob es sich um eher sandigen oder lehmigen Boden handelt. Mitunter viel wichtiger ist, wie viel Leben sich in ihm abspielt. Ein lebendiger Boden beinhaltet unzählige Tiere, Bakterien, Protozoen... und Pilze.

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Das Bodenmyzel - also die Gesamtheit aller Pilzgeflechte im Boden - ist unser Mitarbeiter des Monats im Juli. Holzige Bestandteile wie manche abgestorbene Pflanzenreste, Hackschnitzel oder Rindenstücke werden von ihm zersetzt und zu Humus umgewandelt. Es verbessert die Bodenstruktur, indem es mit seinen Fäden kleinere Bodenkrümel zu größeren, kugeligen "zusammenwickelt". Zwischen den Kugeln kann sich dann Wasser länger halten und Luft zirkulieren. Und nicht zuletzt hilft die Mykorrhiza, eine Symbiose von Wurzelgeflecht und Pilzfäden, die Pflanzen noch besser mit Wasser und Mineralien zu versorgen.

Den Helfern helfen

Am besten fördert man das Bodenmyzel, und damit die Bildung einer Mykorrhiza, indem man die Bodenbearbeitung auf ein Minimum beschränkt. Es wird nie tief umgegraben, am besten nur oberflächlich geharkt, falls nötig. Dadurch bleiben die Pilzfäden intakt und können Nährstoffe transportieren.

Außerdem mögen die Pilze gerne feucht bleiben und etwas Holziges zum "knabbern" haben. Dies kann man mit der Zugabe von Pflanzenabfällen und einer guten Mulchschicht (z.B. Rasenschnitt oder Herbstlaub) erreichen.

Literaturtipp:

Literaturtipp: Leclerc, Blaise. Lebendiger Boden: Gartenboden verstehen und verbessern,Bio-Garten PRAXIS. Leopold Stocker Verlag, 2020.