Mitarbeiter des Monats März
Die Frühblüher
Nach einem langen, trüben Winter beglücken sie unsere Gärten in gelb, blau, weiß und violett: Die Frühblüher. Zu ihnen gehören Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokus, Blaustern, Winterling, Schlüsselblume, Huflattich... die Liste ist lang. Gemeinsam haben sie, dass sie vor dem Laubaustrieb der meisten Bäume wachsen und blühen - und dann wieder verschwinden. Es ist eine Anpassung an ein Leben in lichten Laubwäldern, wo sie die Zeit, in der die Sonne noch flächig auf den Boden scheint und ihn erwärmt, ausnutzen. Öffnen die Bäume ihre Blätter, wird es den kleinen Pflanzen zu schattig, sie ziehen sich dann zum Beispiel in Zwiebeln oder Knollen zurück.
Wer einen Gemüsegarten hat, sollte auch Frühblüher kultivieren, das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer guten Ernte bei Bohnen, Tomate oder Kürbis. Wenn letztere wachsen, sind erstere zwar schon längst verschwunden, aber sie teilen sich eine Eigenschaft: Die Blüten werden gerne von Hummeln besucht (und dabei bestäubt). Im Frühjahr sind es die Hummelköniginnen, die den Aufbau eines Nestes und die Aufzucht der ersten Arbeiterinnen alleine stemmen müssen. Nach dem Winter brauchen sie alle Nahrung, die sie finden können - zum Beispiel in einer Krokus-Blüte. Haben sie es geschafft, ein starkes Hummel-Volk aufzubauen, besuchen die Arbeiterinnen im Sommer unser Gemüse.
Den Helfern helfen
Den Frühblühern im Garten zu helfen, ist sehr leicht: Man muss sie nur pflanzen. Ideal dafür ist der Herbst. Man kann sie in allerlei Beete oder unter sommergrünen Sträuchern und Bäumen setzen. Sind sie ausgeblüht, sollte das Laub bis zum Verwelken belassen werden, damit die Pflanze Energie für den Rest des Jahres sammeln kann. Wer beim Kauf auf biologischen Anbau achtet, unterstützt pestizidfreie Produktionen.