Die Rotfransige Sandbiene (Andrena haemorrhoa)

Mitarbeiterin des Monats Januar

Die Rotfransige Sandbiene

Die Rotfransige Sandbiene, auch Rotfransen-Erdbiene genannt, hat ihre Fugzeit von März bis Juni. Für eine Wildbiene ist sie mit 10-12mm (Männchen: 8-11mm) vergleichsweise groß. Mit ihrem orange-braunen Pelz auf der Brustoberseite, dem kaum behaarten, glänzend schwarzen Hinterleib und der orangen Endfranse ist sie leicht erkennbar. Sie ist nicht sehr wählerisch: Im Frühjahr findet man sie auf auf quasi allem, was Pollen und Nektar bereitstellt.

Ihr Name ist Programm, denn die Rotfransige Sandbiene baut ihre Nester im Boden. Allerdings muss dieser nicht zwangsläufig sandig sein, andere Bodentypen werden auch genommen - Hauptsache, sie kommt dran. Auf dichten Grasnarben und in hoch überwachsenen Beeten findet sie keinen Platz für ihren Nachwuchs. Lückig bewachsene, sonnige Flecken oder gezielt angelegte Rohbodenstellen dankt sie uns mit ihrer Mitarbeit: Blumen und Sträucher, nicht zuletzt auch Obstbäume, bestäubt sie und sorgt somit für eine gute Ernte später im Jahr. 

Den Helfern helfen

Die Rotfransige Sandbiene steht stellvertretend für rund drei Viertel aller Wildbienen-Arten, die ihre Nester im Boden anlegen. All diesen Arten ist auch mit dem besten "Wildbienen-Hotel" nicht geholfen. Sie wollen buddeln; undzwar nicht durch Wurzeln, sondern offenen, besonnten Boden.
 
Jetzt im Winter ist eine gute Zeit, um Vorbereitungen für Sandbiene und Co. zu treffen. An geeigneter Stelle kann gezielt ein Teil der Vegetation abgetragen und die Stelle offen gehalten werden. Dabei ist darauf zu achten, die Bodenfläche nach Anlage möglichst wenig zu stören, um bereits angelegte Nester zu schützen. Wenn man will, kann man auch einen Kasten oder eine Zinkwanne mit Sand füllen (wichtig: Regenwasser muss ablaufen können, Staunässe vermeiden!) oder sogar ein sogenanntes Sandarium anlegen. Weitere Tipps findet ihr z.B. auf http://nabu-zukunftsgarten.de/aktuelles/ein-sandarium-fuer-wildbienen/