Diesen Monat widmen wir uns mal wieder den pflanzlichen Gartenhelfern. Alte Blüten- und Samenstände sorgen dafür, dass andere Nützlinge über den Winter kommen. Wenn man sie lässt.
Mitarbeiter des Monats im September: Alte Blüten- und Samenstände
Das Gartenjahr geht in die letzte Runde. Wer einen Gemüsegarten hat, kann sich hoffentlich an einer reichen Ernte erfreuen. Überschuss wird eingelagert und/oder eingekocht, vieles landet direkt auf dem Teller. Gartenkräuter trocknen in Sträußen und wärmen im Winter als Tee, mit ihrem Duft an den Sommer erinnernd. Unsere Pflanzen überstanden die heißen, trockenen Tage gut, weil wir den Boden mit Mulch bedeckten und ihn so vor der schlimmsten Austrocknung schützten. Die letzten Sommerstauden aber stehen noch in voller Blüte und versorgen eine Vielzahl von Käfern, Fliegen, Bienen, Wespen und Schmetterlingen (und viele weitere) mit Nahrung. Andere sind schon ausgeblüht, an den Samenständen naschen vielleicht schon einige Vögel.
Viele Gärtner/innen denken so langsam ans "Aufräumen" und schneiden verblühte Stauden bis kurz überm Boden ab. Damit beseitigen sie jedoch nützliche Gartenhelfer, die mit ihren Samen Futter für die Wintervögel und mit ihren Stängeln Wohnraum für viele nützliche Insekten und Spinnen liefern. Außerdem bieten sie einen gewissen Frostschutz. Das finden nicht nur Bodenlebewesen gut, sondern z.T. auch die Pflanzen selbst. Und nicht zuletzt sind alte Blüten- und Samenstände im Winter die reinste Zierde, wenn Frost und Schnee sie bedecken. Da jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um sich zu entscheiden, welche Blüten- und Samenstände man der Natur für den Winter überlässt, küren wir sie zum Mitarbeiter des Monats im September.
Den Helfern helfen
Wir helfen diesen Helfern, indem wir sie verschonen. Die Gartenschere wütet etwas weniger, und schon ist viel getan. Manche Pflanzen profitieren zwar von einem Rückschnitt, aber müssen es alle sein? Wo können wir etwas stehen lassen? Probieren Sie es aus, es ist einfacher als gedacht!